Neujahrsgrill 2026 – Die frostige Froloo-Edition

«The same procedure as every year» – und doch jedes Mal ein kleines Abenteuer. Unser traditioneller Neujahrsgrill fand diesmal am 7. Januar statt, einem Tag, an dem selbst die Thermometer lieber drinnen geblieben wären: –5 °C, wolkenlos, wunderschön und arschkalt.

Um 13.15 Uhr versammelte sich die wackere Truppe beim Bahnhöfli. 20 Herren, eine Dame und ein Hund – alle so dick eingepackt, dass man sie nur an der Gangart erkannte – machten sich über Mooswasen und Buechloch auf den Weg Richtung Froloo.

Renato, von einer Erkältung heimgesucht, aber offensichtlich mit einem unzerstörbaren Pflichtgefühl ausgestattet, kutschierte Getränke und Material zur Feuerstelle. Elio, die gute Seele und inoffizielle Feuerwehrmannschaft in Personalunion, baute ein Grillfeuer auf, das selbst im Fernsehen als «fachgerecht» durchgehen würde.

Kaum trafen die ersten Wanderer ein, wurde der Scheiterhaufen entzündet. Und siehe da: Selbst Fredy Meier liess sich nicht lumpen und rollte mit seinem Elektro-Seniorenflitzer an – vermutlich der einzige Roller, der an diesem Tag nicht eingefroren ist.

Zum Aufwärmen servierte Männi eine selbstgekochte Rüeblisuppe, die vermutlich sogar Eiszapfen zum Schmelzen gebracht hätte. Danach folgte Renatos Glühwein – ein Gebräu, das zuverlässig für innere Wärme und äussere Fröhlichkeit sorgt.

Inzwischen war das Feuer bereit, und die Würste sowie ein einzelnes mutiges Steak fanden ihren Platz über den Flammen. Es brutzelte, es duftete, es wurde gelacht – und dazu gab’s Rot- und Weisswein. Das Essen brachte wie immer jeder selbst mit, was zu einer kulinarischen Mischung führte, die irgendwo zwischen «rustikal» und «experimentell» lag.

Nach dem Essen folgte der süsse Teil: Kaffee, Kuchen und der traditionelle Dreikönigskuchen. Lillo zog die Königskrone – und trug sie mit der nötigen Würde, die man nach Glühwein und Grillwurst eben aufbringen kann.

Als die Sonne sich verabschiedete und die Temperaturen wieder Richtung «arktisch» tendierten, war klar: Zeit für den Rückzug. In Rekordzeit wurde alles aufgeräumt, der Platz gesäubert und die Gruppe machte sich – gut gelaunt und leicht durchgefroren – auf den Heimweg.

Fotos

Die Bilder sind von Barbara und Rolf

Video

Die sehr wenigen Bilder die ich aufgenommen habe reichen leider nicht für eine Video